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  • Die 60er Jahre

    27. Oktober 1961

    In der damals noch selbstständigen Gemeinde Bleidenstadt wird am 27. Oktober 1961 eine Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes gegründet. Hervorgegangen ist diese aus der Jugendarbeit der katholischen Kirche und dem Einsatz von Dekan Heinrich Schmallenbach, Rudolf Dietrich und der Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Arthur Fuhr. 36 Mitglieder waren bei der Gründungsversammlung im Sitzungsaal des Rathauses anwesend. Einstimmig wurde

    Rudolf Dietrich zum 1. Vorsitzenden und zu seiner Stellvertreterin Christel Michallik gewählt. Mit zum Vorstand gehörte als Vereinsarzt Dr. Franz Strohschneider.

    Rudolf Dietrich
    Dekan Heinrich Schmalenbach

     

     

    Januar 1962

    Erste Blutspendeaktion wird in Bleidenstadt durchgeführt, bei der sich 70 Personen beteiligen.

    Dezember 1962

    Den Bleidenstadter Aktivitäten folgte schon im Dezember 1962 Hahn mit der Gründung einer eigenen DRK-Gruppe unter dem Vorsitz von Toni Geisler. Mit rund 40 Aktiven nahm die neue Ortsgruppe in einem eigens dafür angemieteten Raum ihre Arbeit auf. Zwischen den beiden Ortsgruppen Bleidenstadt und Hahn erfolgte schon bald eine Arbeitsteilung: Im Rahmen des Katastrophenschutzes des Untertaunus-Kreises wurde in Bleidenstadt der Schnelleinsatzzug (SEZ) und in Hahn der Sanitätszug (SAN-Zug) aufgebaut und entsprechend mit einem Geräte- und einem Sanitätswagen bestückt.

    September 1963

    Das DRK Bleidenstadt bezieht einen eigenen Raum im neuen Feuerwehrgerätehaus. Anlässlich einer Feierstunde wurden gleichzeitig 22 Helferinnen und Helfer für ihre Aufgaben vereidigt.

    Dezember 1963

    Erste Bewährungsprobe bei einem Großbrand in Born, bei dem die Ortsvereinigung Erste Hilfe leisten musste.

    1964

    Auf Initiative von Maria May-Blum wird der Verpflegungstrupp ins Leben gerufen, der schnell für seine köstlichen Speisen im ganzen Kreisgebiet berühmt wird. Später wird eine fahrbare Feldküche angeschafft, mit der in kurzer Zeit bis zu 1500 warme Mahlzeiten zubereitet werden können. Untergebracht wurde diese in einer Garage nahe des Feuerwehrgerätehauses in Bleidenstadt. Integriert in den Katastrophenschutz wird der Verpflegungszug ein nicht unwichtiges Element innerhalb des Aufgabenbereiches des Roten Kreuzes.

    November 1967

    Nachdem schon zahlreiche Wehener Bürger dem DRK angehörten gründet sich eine neue Ortsgruppe in Wehen. Die Gründungsversammlung wählte damals einstimmig Lutz Schultz zum 1. Vorsitzenden.

  • Die 70er Jahre

    Januar 1972

    Erste Weihnachtsbaumsammelaktion, angeregt von Christel Michallik. Die Weihnachtsbaumsammelaktion wir bis heute von Mitgliedern des Jugendrotkreuzes und Helfern der Bereitschaft und des Ortsvereins durchgeführt.

    Weihnachtsbaumsammelaktion, Aufgenommen 1974

    Sommer 1971

    Einweihung der DRK Unfallrettungsstation in Neuhof. Vorerst konnte nur ein Wochenenddienst eingerichtet werden.

    Bereits im Januar 1972 wurde die Rettungsstation in Neuhof voll in Betrieb genommen. Jetzt lautete das Motto „Dienst rund um die Uhr“. Neben den freiwilligen Helfern waren nun auch vier hauptamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Als Fahrzeuge standen vorerst ein Krankentransport- und ein Katastrophenschutzwagen zur Verfügung. Weitere Fahrzeuge kamen später hinzu. 

    November 1971

    Im November 1971 wählten die Neuhofer Mitglieder einen provisorischen Vorstand unter Leitung von Stadtrat Ernst Mewes, ohne jedoch eine eigene Ortsgruppe zu bilden. Eine selbstständige Vereinigung wurde deshalb nicht gegründet, da zu diesem Zeitpunkt schon Fusionsgespräche aller Taunussteiner DRK-Ortsverbände angelaufen waren.

    5. November 1972

    Die Ortsgruppen Bleidenstadt, Hahn, Wehen und Neuhof fusionierten zu einer einzigen Ortsvereinigung des DRK Taunusstein. Die Feier der DRK Verbände fand im „Deutschen Haus“ in Wehen statt. Zum 1. Vorsitzenden wurde der damalige Bürgermeister von Taunusstein, Arthur Fuhr, gewählt. Die bisherigen Ortsvorsitzenden wurden zu gleichberechtigten Stellvertretern.

    September 1972

    Ende September 1972 wurde erstmals in Neuhof ein Notarztdienst für das Wochenende eingerichtet. Im Rahmen einer Umorganisation des Rettungswesens auf Kreisebene und aus wirtschaftlichen Gründen musste jedoch Ende 1976 die Unfallrettung in Neuhof eingestellt werden. Seitdem ist in Neuhof die Zentralstelle des Katastrophenschutz des DRK Taunusstein untergebracht.

    Ab 1972

    Es werden vermehrt Erste Hilfe Kurse und Sanitätslehrgänge für die Taunussteiner Bevölkerung und DRK Mitglieder angeboten. Besonders hervorzuheben ist das Engagement des Ausbilders Kurt Kaltwasser. Großen Anklang in der Bevölkerung fanden auch die Kurse über die häusliche Krankenpflege.

    Innerhalb der einzelnen Ortsgruppen wurde die Jugendarbeit besonders gefördert. Zuerst in Bleidenstadt, später auch in Hahn, Wehen und Neuhof, wurden durch den tatkräftigen Einsatz von Heinz Emmel als Jugendbetreuer zahlreiche Jugend-Rotkreuzgruppen gebildet. In den meist wöchentlichen Gruppenstunden wurden die vielfältigsten Aktivitäten unternommen. Unter anderem fuhr man ab und zu in das Wiesbadener Hallenbad und daraus resultierte der Wunsch, das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen zu erlangen. Aus diesen Anfängen heraus entstand später nach Inbetriebnahme des neuen Taunussteiner Freibades die Wasserwacht des DRK-Taunusstein unter der Leitung von Georg Harz.

  • Die 80er Jahre

    1980er Jahre

    Regelmäßig wird der von Ursula Liese ins Leben gerufene DRK-Basar zur Weihnachtszeit durchgeführt. Die Erlöse sind dazu bestimmt, mit behinderten Menschen aus Taunusstein und ihren Familienangehörigen einen schönen Ausflug zu unternehmen.

    1982

    Da sich das Rote Kreuz vorwiegend aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert, wurde 1982 eine großangelegte Mitgliederwerbung durchgeführt. Auf diese Weise konnte das DRK-Taunusstein die Anzahl der Mitglieder erheb-lich steigern. So waren Ende des Jahres 1.500 Taunussteiner Mitglieder in der Ortsvereinigung des Roten Kreuzes.

    1986

    Das DRK Taunusstein feiert sein 25 jähriges Bestehen. An 4 Veranstaltungstagen feiern die Taunussteiner Vereine gemeinsam mit den Mitgliedern des DRK Ortsvereins den Geburtstag des DRK Taunusstein.

    Frühjahr 1987

    Der Verein kauft im April einen VW T3 Transporter mit Ladefläche. Das Geld hierfür (15.000 DM) wurde fast vollständig von Pütz-Folien, dem Schirmherren des 25. Jubiläums gesponsert. Im Mai feierte der Schnell-Einsatz-Zug (SEZ) sein 25 jähriges Bestehen mit einem großen Tag der offenen Tür und einer aufwendigen Schauübung. Lange vor der Freiwilligen Feuerwehr rückt der SEZ aus um mit hydraulischen Rettungsgeräten eingeklemmte Personen aus verunfallten Fahrzeugen zu befreien.

    1988

    Auf Initiative von Dr. Salvador Codina Casabayò beginnen die ersten partnerschaftlichen Beziehungen mit dem Roten Kreuz in Caldes de Montbui in Spanien. Nach einer Einladung fährt die erste Abordnung nach Caldes. Kurze Zeit später wird Caldes de Montbui Partnerstadt von Taunusstein. Im gleichen Jahr übergibt Arthur Fuhr nach 17 Jahren Amtszeit den Vorsitz an Mansuet Heidenreich.

    Mai 1989

    Eine symbolische Grenzöffnung zwischen Österreich und Ungarn führte zu einer Massenflucht von DDR-Bürgern nach Österreich und Westdeutschland. Etwa 300 Flüchtlinge wurden in der damaligen Katastrophenschutzschule in Johannisberg ca. 4 Wochen lang vom DRK Taunusstein und den DRK Gemeinschaften der Region in Vollzeit betreut.

    1989

    Eine große Gasexplosion in Walluf führte zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. Durch falsche Druckverhältnisse auf einer Niederdruckgasleitung kam es zu Detonationen in mehreren Häusern. Rund 2000 Menschen mussten evakuiert und über 48 Stunden betreut werden. Der Taunussteiner Verpflegungstrupp lieferte Erbsensuppe mit Blaulicht an, da Schaulustige die Straßen versperrten.

  • Die 90er Jahre

    1990

    Das 2000 m2 Grundstück im heutigen Gewerbegebiert „Im Maisel“ wird in Erbbaurecht von der Stadt Taunusstein erworben. Hier soll ein neues, lange geplantes Vereinsgebäude entstehen. Als Alternativen waren der Bahnhof in Bleidenstadt, das Gelände des damaligen Kreisbauernverbandes in Hahn und der Segelflugplatz in Neuhof im Gespräch. Im Mai fahren 23 Taunussteiner mit Küchenkraftwagen und Feldkochherd nach Caldes de Montbui um das 50 Jubiläum der Partnerrotkreuzgesellschaft zu feiern.

    1991

    Beim Landeswettbewerb im Rettungsschwimmen belegte die Damen-, Herren- und Jugendmannschaft der Wasserwacht Taunusstein jeweils den 1. Platz. 

    Mai 1992

    Einweihung des neuen Feldkochherds Typ PROGRESS. 

    Einweihung des neuen Feldkochherds Typ PROGRESS.

    1993

    Grundsteinlegung des neuen DRK-Gebäude in Neuhof. Mit dem neuen Gebäude sollen die, an momentan 17 Standorten in Taunusstein verteilte Ortsvereinigung unter einem Dach vereint werden. Die Baukosten werden mit 1,4 Mio DM angesetzt. Etwa 800.000 DM stellte der Magistrat der Stadt Taunusstein zur Verfügung. Für die Finanzierung des Restbetrags wurde eigens ein Förderverein gegründet. Neben dem 1. Vorsitzenden Mansuet Heidenreich, war auch Bürgermeister Gerhard Hofmann und 1. DRK Kreisvorsitzender Wolf Schrader anwesend. Die Zeitkapsel, die zu dem Anlass im Mauerwerk eingelassen wurde ist heute im Eingangsbereich erkennbar.

    1994

    Feierliche Einweihung des neuen Gebäudes. In den folgenden Jahren wird mit großer Initiative der Taunussteiner Rot-kreuzler der Innenausbau durchgeführt. Ebenfalls findet eine neue Katastrophenschutzküche im Gebäude ihren Platz.

    1995

    Das DRK Taunusstein begrüßt Siegrid Kullmann aus Bleidenstadt als 10000 Blutspenderin in Taunusstein. 33 Jahre sind seit der ersten Blutspendeaktion vergangen. In dieser Zeit wurden etwa 5000 Liter Blut gespendet. 

    1996

    Großer Tag der offenen Tür mit Schauübungen lockt viele Gäste zu dem abgelegenen DRK Standort in Neuhof.

    1997

    Auf Initiative von Oliver Dietrich gründet sich die Rettungshundestaffel Taunusstein mit anfänglich 11 Mitgliedern. Im Oktober des Jahres wird eine große Infoveranstaltung mit Vertretern aus Polizei, Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen ausgerichtet. 

    Rettungshundestaffel 1997

    1998

    Gemeinsam mit dem Taunussteiner Freibad feiert die Wasserwacht das 25 jährige Bestehen.

  • 2000 - 2010

    2002

    Die große Elbe-Flut Katastrophe führt für den Ortsverein zu einem Großeinsatz in Dresden. Die Helfer werden mit offenen Armen empfangen und sorgten über eine Woche für bis zu 400 Betroffene und Einsatzkräfte. Ebenfalls sorgt der Hessentag in der Nachbarstadt Idstein für einen 2 wöchigen Dauereinsatz der Taunussteiner Rotkreuzler. Neben Sanitätsdiensten finden sich auch Taunussteiner DRK-Helfer in der Technischen Einsatzleitung.

    2003

    Mansuet Heidenreich übergibt das Amt des 1. Vorsitzenden an Gerhard Wittmeyer.

    2005

    Durch die große Schneelast stürzt im Münsterland eine Starkstromleitung, welche etwa 250.000 Haushalte versorgt, in sich zusammen. Tausende Menschen haben bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt keinen Strom. Die Techniker aus Taunusstein sorgten für etwa eine Woche bei landwirtschaftlichen Betrieben für Energie, sodass weiterhin Tiere gefüttert, gemolken und Ställe beheizt werden konnten.

    Umgeknickte Strommasten über hunderte Meter

    2006

    Das OV-Gebäude wird um ein Hallensegment erweitert. Hinzu kommt ein neuer Schulungsraum eine Raumerweiterung im 1. Stock und eine Hallenerweiterung im Erdgeschoss. Als Großereignis findet in diesem Jahr die Fußball Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Auch die Taunussteiner Helfer sind mit dem Katastrophenschutz in Frankfurt am Main um bei den Spielen zu helfen.

    2007

    Der langjährige Partner SV Wehen/Taunusstein steigt in die 2. Bundesliga auf und zieht vom „Hallberg“ in die Brita-Arena nach Wiesbaden. Der OV Taunusstein übernimmt weiterhin die Sanitätsdienste mit Unterstützung der Wiesbadener Bereitschaften. Nun werden Regelmäßig bis zu 30 Sanitätsdiensthelfer pro Spiel benötigt. 

    Gruppenfoto nach dem ersten Spiel in der Brita Arena

    2008

    Da sich nach längerer Zeit kein Bereitschaftsleiter findet, gründet sich der „Ausschuss Ehrenamtlicher Dienst“. Ein Gremium mit Mitgliedern aus allen Fachdiensten, die von nun an die Aufgaben des Bereitschaftsleiters übernehmen, bzw. einen künftigen Bereitschaftsleitebei seiner Arbeit unterstützen.

    2009

    Neuaufbau und Umstrukturierung der Sanitätsgruppe. Kernaufgaben sind die Abwicklung kleinerer Sanitätsdienste und weiterhin die Besetzung des 1. Sanitätszuges und die Mitbesetzung der Rettungsdienstverstärkung Untertaunus

  • 2010 - heute

    August 2011

    Das DRK Ortsverein Taunusstein feiert sein 50 jähriges Bestehen. Bei einem Tag der offenen Tür präsentiert sich der Ortsverein. Es gibt Vorführungen der Rettungshundestaffel und des Sanitätsdienstes, Erste Hilfe Workshops und einen Kostenlosen Verbandkastencheck. Die Verpflegungsgruppe sorgt für das kulinarische Wohlergehen. Ebenso gibt es eine große Fahrzeugschau.

    August 2012

    Bei einer Fehlbetankung eines Chemiebehälters in einer Schaumstofffabrik in Oestrich-Winkel kommt es zu einer heftigen Reaktion, bei der Blausäure-Dämpfe freigesetzt werden. Ein Massenaufgebot an Rettungskräften können eine Katastrophe gerade noch abwenden. Die Reaktion kann nicht gestoppt werden, so dass der Tank über 4 Wochen gekühlt werden muss. Das Rote Kreuz sorgt in dieser Zeit im Schichtbetrieb für die Verpflegung der Einsatzkräfte und stellt gemeinsam mit dem MHD einen Rettungswagen in Bereitstellung.

    Juni/Juli 2013

    Starke Regenfälle in Ostdeutschland sorgen, wie 11 Jahre zuvor, für ein "Jahrhunderthochwasser". Taunussteiner Helfer fahren als Teil der DRK Landesverstärkung Hessen nach Havelberg (Landkreis Stendal) in Sachsen-Anhalt um etwa 3000 Betroffene in Notunterkünften unterzubringen und zu Verpflegen. Ebenso werden die in Taunusstein eingelagerten Feldbetten ins Katastrophengebiet transportiert.

    September/Oktober 2015

    Der Bürgerkrieg in Syrien und der Konflikt im Nahen Osten führt zu einer Flüchtlingskrise in Europa. Knapp 2 Millionen Kriegsflüchtlinge strömen nach Deutschland und müssen versorgt werden. Für etwa 4 Wochen helfen die Taunussteiner DRK Helfer zunächst in einer Notunterkunft in Wiesbaden-Naurod aus. Anschließend werden für 6 Wochen parallel zwei Notunterkünfte in Aarbergen-Michelbach und in der Silberbach-Halle in Taunusstein-Wehen für insgesamt 600 Flüchtlinge eingerichtet und betrieben.